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Grundlagen der Impedanz-KardiographieVerschiedene Gewebe setzen dem elektrischen Strom unterschiedliche Widerstände entgegen. Wird dieser Widerstand für Wechselstrom bestimmt, so spricht man von elektrischer Impedanz. Die Impedanz-Kardiographie beruht auf folgenden physikalischen
Grundlagen und physiologischen Vorgängen, die im Thorax stattfinden:
Pumpt der linke Ventrikel während der Systole Blut in die Aorta, so wird ein beträchtlicher Teil des Schlagvolumens von der Aorta und ihren großen Ästen aufgenommen (Windkesselfunktion der Aorta). Dadurch kommt es zu einer Abnahme der elektrischen Impedanz im Thorax. Diese Impedanz-Änderung beträgt etwa 0,5% des unveränderlichen Impedanzanteils (Grundimpedanz) und kann über Elektroden gemessen werden, die am Hals bzw. am Thorax appliziert werden:
In der nächsten Abbildung werden das herzschlagsynchrone Impedanzsignal (IMP) und seine zeitliche Beziehung zum EKG gezeigt. Dabei ist das Impedanzsignal in der Darstellung gedreht, um dessen direkten Bezug zum Blutvolumen in der Aorta besser zu zeigen. Auffällig ist die Ähnlichkeit dieser Kurve zum Druckverlauf in der Aorta während eines Herzzyklusses. Wird das Impedanzsignal differenziert (Bildung der ersten mathematischen Ableitung), so ergibt sich der mit IKG (Impedanz-Kardiogramm) bezeichnete Kurvenverlauf, bei dem u.a. folgende Punkte zu erkennen sind: B - Öffnung der Aortenklappe
Abb: EKG und thorakales Impedanzsignal mit eingeblendeten Kurvenpunkten
Mit diesen 3 Kurvenpunkten, der Grundimpedanz sowie Größe, Gewicht und Geschlecht des Patienten können Schlagvolumen, Herzminutenvolumen, systolische Zeitintervalle und verschiedene andere Parameter zur Beschreibung der Herzfunktion bestimmt werden. Neben den oben erwähnten Zusammenhängen beeinflussen weitere Faktoren die Impedanz des Thorax. So geht der Gehalt an Erythrozyten und deren Anordnung bei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten in den spezifischen Widerstand des Blutes ein. Auch beeinflussen Skelettsystem und Gewebezusammensetzung die thorakale Impedanz. Einen wesentlichen Einfluss auf die thorakale Impedanz haben auch
die Lunge und die Form des Brustraumes, so dass vor allem bei tiefer
Atmung Inspiration und Exspiration deutlich im Impedanzsignal zu erkennen
sind. Durch umfangreiche mathematische Routinen gelingt es CardioScreen®,
das Atemsignal zu erkennen und zu beseitigen, so dass es sich nicht
störend auf die Berechnung des Schlagvolumens auswirkt.
Einschränkungen für den Einsatz der Impedanz-KardiographieDa der SV-Bestimmung mittels Impedanz-Kardiographie eine Reihe physikalischer
und physiologischer Voraussetzungen zu Grunde liegen, beeinflussen Abweichungen
davon natürlich das Messergebnis. Insbesonders folgende pathologische
Veränderungen führen zu Fehlern bei der Berechnung von Schlagvolumen
(SV) und Herzminutenvolumen (Herzzeitvolumen, HZV):
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