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Einsatz der Impedanzkardiographie für physiologische UntersuchungenAls nichtinvasives Messverfahren eignet sich die Impedanzkardiographie auch zur Bestimmung hämodynamischer Parameter bei physiologischen Untersuchungen. Durch die kontinuierliche Aufzeichnung des Impedanzkardiogramms ist
die Auswertung jedes einzelnen Herzschlages mit einem unblutigen Verfahren
und damit eine dynamische Analyse kurzzeitiger Prozesse möglich.
Schlag-zu-Schlag-Variabilität
In der Abbildung ist deutlich zu erkennen, dass die Amplitude des
Impedanzkardiogramms IKG (und damit auch das Schlagvolumen) nach einem
kurzem R-R-Intervall (z.B. Extrasystole) wegen der kurzen Füllungsphase
deutlich geringer ist als nach einem längeren R-R-Abstand.
Valsalva-Versuch Auch die Auswirkungen des Valsalva-Versuchs auf die Herztätigkeit lassen sich mit der Impedanzkardiographie beobachten:
Der Parameter Thoraxflüssigkeit zeigt, dass mit Versuchsbeginn
Blut aus dem Thorax gepresst wird, welches unmittelbar nach Beendigung
der Druckphase zurückfließt. Neben der Zunahme der Herzfrequenz
ist ein deutlicher Abfall von Schlagvolumen und Herzzeitvolumen zu registrieren.
Ergometer-Belastung Die für die Schlagvolumenbestimmung ausgewertete Amplitude der kardialen Impedanzkurve beträgt nur ca. 5 Promille der gesamten thorakalen elekrischen Impedanz. Wenn keine Auswertung jedes einzelnen Herzschlages erfolgen soll, können artefaktbehaftete Herzschläge automatisch erkannt und von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen werden, so dass auch Untersuchungen mit geringer Bewegung des Patienten, wie z.B. am Fahrradergometer, möglich sind.
Die Abbildung zeigt eine Ergometeruntersuchung bis zu einer maximalen
Belastung von 200 Watt. Dabei ist der den Belastungsstufen folgende Anstieg
von Herzfrequenz, Schlagvolumen, Herzzeitvolumen und Kontraktilitätsindex
zu erkennen, während die Preejektionszeit deutlich sinkt. Ähnliche
Ergebnisse lassen sich auch bei pharmakologischem Stress erzielen.
Orthostase-Test
In der Abbildung sehen Sie die physiologisch zu erwartende Reaktion
von Herzfrequenz, Schlagvolumen, Herzzeitvolumen und linksventrikulärer
Austreibungszeit (LVET) bei einem aktiven Orthostase-Test.
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