Im Rahmen eines Verbundprojektes wird ein kardiologisches Messsystem
für den Einsatz in unabgeschirmter klinischer Umgebung entwickelt
und getestet. Das System stellt die Grundlage einer vorläufigen
medizinischen
Studie an Patienten auf der Intensivstation dar. Mögliche medizinisch
relevante Unterschiede im Informationsgehalt von EKG (Elektrokardiogramm)
und MKG (Magnetokardiogramm) bei Herzerkrankungen (speziell Myokardinfarkt)
sollen dabei gemessen und untersucht werden. Bei Tieruntersuchungen anderer
Gruppen wurden im Magnetokardiogramm ischaemietypische Signale sichtbar,
die im Oberflächen-EKG nicht sichtbar sind. Das von uns eingesetzte
Messsystem muss dazu stabil in unabgeschirmter Umgebung arbeiten.
Verschiedene Methoden zur Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses
des Gesamtsystems wurden untersucht. Neuerungen an verschiedenen
Systemkomponenten
sowohl hard- als auch softwareseitig sind erfolgt. So sind die Sensoren
über ihre kritische Temperatur aufwärmbar, um den eingefrorenen
magnetischen Fluss direkt vor der Messung herauszutreiben. Weitere
Modifikationen am Messsystem wurden hinsichtlich ihres Einflusses
auf die Signalqualität untersucht und anhand von MKG-Messungen
verifiziert.
Dabei bewährt sich eine Konfiguration mit 2 planaren Gradiometern
und einem Referenz-SQUID zur Störkompensation.